Über die Errichtung unserer Trauerhalle auf dem Friedhof

Bis 1959 war es in unserem Dorf üblich, dass Verstorbene bis zur Beisetzung zu Hause von den Angehörigen aufgebahrt wurden.

Dies sollte nun in einer Trauerhalle am Friedhof erfolgen können. So wurde 1959 beschlossen durch das NAW (Nationales  Aufbauwerk) eine Trauerhalle zwischen dem Friedhofsende und der damaligen Sandgrube (heute Brennplatz) zu bauen.

NAW bedeutete freiwilliger Arbeitseinsatz der Einwohner und die Gemeinde stellte das Baumaterial. Unter der Leitung des damaligen Bürgermeisters Martin Borg haben Maurer und handwerklich geschickte Bürger diese Halle errichtet. Den größten Teil der Arbeiten hat aber der Bürgermeister selbst verrichtet.           

Das Schicksal sollte es dann fügen, dass Martin Borg nach der Fertigstellung der Trauerhalle verstarb und er als erster in dieser Halle aufgebahrt wurde.

Zu dieser Zeit galt folgende Regelung für Beerdigungen im Dorf:

„Alle Haushalte mit männlichen arbeitsfähigen Personen über 18 Jahre haben der Reihe nach, von Hausnummer 1 angefangen (es gab damals noch keine Straßennamen – das Dorf war durchnummeriert) jeweils 6 Personen das Grab zu schaufeln und die Bestattung durchzuführen. Wer verhindert ist, muß einen Ersatzmann stellen.“                                                                                             

Nach erfolgter Beisetzung und der Herrichtung des Grabes wurden diese Männer mit Essen und Trinken entschädigt.

Bis dahin mussten die  Hinterbliebenen die Personen für die Bestattungsarbeiten selbst aussuchen, was manchmal Schwierigkeiten bereitete, da Einzelne auch abgelehnt haben.

Günther Fischer

Blick in die für eine Beistzung ausgestaltete Trauerhalle

Die Kirche zu Meilendorf

Im Gegensatz zu Fraßdorf scheint Meilendorf, erstmals urkundlich 1272 erwähnt, nie „wüst“ gewesen zu sein und schon immer eine Kirche gehabt zu haben. Wann die erste Kirche in Meilendorf gebaut wurde, läßt sich heute nicht genau sagen. Beim Abriß der 1717 erbauten Kirche im Jahr 1882 hat man im Schutt eine Anzahl Münzen aus der Zeit um 1390 gefunden, so daß anzunehmen ist, daß damals schon eine Kirche gestanden haben muß. Amtlich erwähnt wird die Kirche erstmals im Amtsregister von 1547: „Es ist ein Kirch zu Milendorf…“. Eindeutiger wird es im 18. Jahrhundert. Der Fürst LEOPOLD I von Anhalt-Dessau läßt 1717 bis 1723 eine neue Kirche bauen. „Der Turm ist durch seine Bauart und Höhe (ungefähr 105 Fuß hoch) verbunden mit der hohen Lage der Kirche der ansehnlichste in der ganzen Gegend und mehrere Meilen in der Rund sichtbar. Er ist, wie die Kirche selbst, ganz aus Mauersteinen ausgeführt – unten viereckig und von geringerer Breite als die Kirche – von der Mitte an achteckig und oben in eine schiefergedeckte Kuppel zusammengehend, welche in eine schlanke Spitze mit Knopf, Fahne und Stern ausläuft. Er besteht aus 4 Stockwerken. Jedes der 2 unteren hat 3fensterähnliche Öffnungenmit Löchern, das 3. runde und das oberste 4 große Schalllöcher. Im untersten Raum wurden die Bahren aufbewahrt“. Die Kirche hat 2 Glocken, die im Turm hängen. „Die große Glocke, 78 cm im Durchmesser, ist das Geschenk eines Ehepaares GRIESENBERG, das die Glocke wahrscheinlich nach dem Umbau der Kirche durch Fürst Leopold im Jahr 1717 anfertigen ließ. Wo das Ehepaar Griesenberg wohnte, weiß ich leider nicht. Auf der Glocke sind folgende Inschriften festgehalten:

JOHANN CHRISTOPH HIERING GOSS MICH IN LEIPZIG

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DAVID GRIESENBERG

NEBST SEINEM EHEWEIBE MARGARETHE GRIESENBERGIN

HABEN DIESE GLOCKE IN DIE KIRCHE MEILENDORF

VEREHRET DEN 20. JUNI ANNO 1739

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Die kleine Glocke, 69 cm Durchmesser, aus dem 14. Jahrhundert, trägt am oberen Rand den Spruch: „Die Stimme Gottes, der Friede des Herrn“. Alpha und Omega eröffnen und schließen die Inschrift. Das Läuten hat hier, außer bei Landestrauer, wo es die Gemeinde der Reihe nach verrichtet, durchaus der Schullehrer zu besorgen, ohne daß er irgend eine besondere Vergütung dafür erhält. Auszüge aus Matrikel der Kirche zu Meilendorf – 1842 – Mitteilungen über die 1717 erbaute Kirche. Inschrift über dem nördlichen Eingang der Kirche: „Anno 1717 / Bei glorwürdigem Regierung Serenis Fürst Leopold zu Anhalt etc. etc. ist diese Kirche nachdem durch Gottes gnade die hiesige Gemeinde sich verstärket und die vorige zu klein worden von Grund aus neu gebaut. Got erhalte das Hochfürstliche haus und diese seine Wohnung in Vatersegen und Gnade – Amen“ Diese Kirche von 1717 stand auf dem jetzigen Meilendorfer Friedhof, wo auch die 1. erbaute Kirche stand. Die Baukosten betrugen 1300 Reichstaler.
Im Jahr 1880 begann dann der Bau der 3. Kirche in Meilendorf. (Foto unten) Nachstehend ein Protokoll des Canzleidirektors BENNHOLD                       vom 15.08.1880 Am heutigen Tage Nachmittag 2 Uhr fand hier die Feierlichkeit zur Grundsteinlegung für den Neubau der hiesigen Kirche nach dem beigefügten Programm statt, jedoch mit der Abweichung, das der Herzogliche Bauinspektor Januskowski, welcher durch dringende anderweitige Berufsarbeiten wegen des in Folge eines in diesen Tagen bei Prag nieder gegangenen bedeutenden Wolkenbruchs zu fürchtenden Hochwassers im Elbstrome am Erscheinen verhindert war, durch den hier stationirten Bauführer Wrede aus Dessau vertreten wurde. Die neben genannten beiden Herren Com(m)issarien des Herzoglichen Consitoriums zu Dessau und der Unterschriebene hatten sich zu der vorerwähnten Zeit in der Cantorwohnung, wo die beiden Geistlichen: der Ortspfarrer für Meilendorf, Pfarrer TETTENBORN aus Reupzig, und der Pfarrer und Kreisschulinspector METTE aus Quellendorf – dieser letztere als Vertreter resp. Assistent des jetzt kränkelnden Pfarrers TETTENBORN – ebenfalls eingetroffen waren. Kurz darauf begab man sich nach dem an das Cantoratsgehöft grenzenden alten Kirchhofe, wo der Zug geordnet wurde, der sich dann programm-mäßig nach der auf dem Dorfplatze – nahe dem etwas eingeengten Teiche – gelegenen Baustelle der neuen Kirche in Bewegung setzte. Die Arbeiten für den Neubau der Kirche waren bereits ziemlich weit – bis zur Mauerhöhe –  vorgeschritten, weil die Feierlichkeit für die Grundsteinlegung auf Wunsch der Gemeinde Meilendorf und der nach Meilendorf eingepfarrten Gemeinden, namentlich der die Landleute seit Wochen viel beschäftigenden Erntearbeiten halber, bis heute zurückgestellt worden ist. Nachdem der durch Glockengeläut vom Thurme der z.Z. noch stehenden alten Kirche angekündigte Festzug unter Musikbegleitung sich im in(n)eren Raume der neuen Kirche eingefunden und aufgestellt hatte, wurde die Feierlichkeit, welche außer den im innern Kirchenraume versammelten vielen Gemeindegliedern auch nicht wenige erwachsene jüngere Leute auf den von ihnen erstiegenen Kirchenmauern beiwohnten, mit dem Absingen der drei ersten Verse des Liedes Nr. 636 aus dem Anhalt-Dessauischem Gesangbuche: „Sei Lob und Ehr dem höchsten Gut, dem Vater aller Güte pp“ eröffnet. Darauf hielt der Pfarrer METTE aus Quellendorf, in Vertretung des anwesenden Pfarrers TETTEBORN, eine Rede über die Bibelstelle im 1ten Briefe Pauli an die Korinther, Cap.1, Vers 30: „Von welchem auch ihr herkommet in Jesu Geiste, welcher uns gemacht ist  von Gott zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur Erlösung.“ Das Thema der Rede war: „Vom Neubau unseres Lebens und christlichen Wandels in Christo Jesu“. Nach Beendigung der Rede verlas der Cantor und Schullehrer des Ortes, BACHMANN, die hier gleichfalls beigefügte „Urkunde für den Grundstein der neu zu erbauenden Kirche in Meilendorf“. Dieses Document wurde nebst den in Dessau zuletzt erschienenen drei Nummern des Anhaltischen Staats-Anzeigers nebst einigen jetzt gangbaren Deutschen Münzen in das bereit gehaltene viereckige Behältnis von Zink gelegt. Nachdem dieses Behältnis verlöthet und in die links vom Austritte aus der projectirten Sacristei in den Kirchenraum leer gelassene Wandöffnung gestellt worden war, erfolgten die üblichen drei Hammerschläge in der durch das Programm festgestellten Reihenfolge – theilweise unter Hinzufügung von Segenswünschen – zuletzt auch die Hammerschläge des Pfarrers METTE aus Quellendorf, als des Beistandes des Pfarrers TETTEBORN, und des Unterschriebenen. Die darauf folgende Vermauerung der die Urkunde pp. Bergenden Wandöffnung geschah unter Absingung des Liedes Nr. 638 aus dem Anhalt-Dessauischen Gesangbuche: „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehre pp.“ Seitens der Schulkinder. Das hiernächst vorgeschriebene Gebet nebst dem an dasselbe sich anschließende „Vater unser“ sprach der Ortspfarrer TRETTEBORN. Nachdem der  Herr Ober-Consistorialrath Dr. Theologiae Schubring über die (Ver)sammelten den Segen gegeben hatte, schloß mit der Absingung des Lied  Nr. 645 aus dem Anhalt-Dessauischen Gesangbuche. „Nun danket Alle Gott pp“ die Feierlichkeit, welche vom Wetter, das während der letzt verflossenen Wochen viele und nicht selten heftige Regengüsse gebracht hatte, begünstigt war und welche anscheinend einen recht befriedigenden Eindruck auf sämmtliche Anwesende gemacht hatte. Nach einer Pause von etwa einem Stündchen begannen die bei solchen Festlichkeiten üblichen Schuljugend- und Volksbelustigungen, und für die amtlich bei der Feierlichkeit anwesend Gewesenen fand ein Festmahl im Gasthofe des Dorfes statt, bei welchem Toost auf Seine Hoheit, den Herzog, und das ganze Herzogliche Haus , auf die kirchliche Oberbehörde, die anwesenden Mitgieder derselben insbesondere, auf alle Förderer und Arbeiter des Meilendorfer Kirchenneubaues u.s.w. ausgebracht wurden und welches in Herzlichkeit und Frohsinn seinen Verlauf nahm.

So nachrichtl. BENNHOLD Canzleidirector

AELKA, Bestand Herzogliches Konsortium, M 4, Nr. 4, Bd. I.
Der Kirchenbau muß heute bereits gesichert werden, da sie langsam einzustürzen beginnt

In Fraßdorf tut sich was – es wird wieder gebaut


Zusatz vom 23.März 2020Eine Aufnahme des Baugeschehens

23.03.2020
man kann sehen, das es vorangeht – der Rohbau ist fast fertig

29.01.2020 – Für Bautätigkeiten ist z. Z. das Wetter günstig, so daß die Firma „Bau Baer“ dabei ist die alten Silos zwischen Schulze und Venediger abzureißen. Diese Silos wurden Anfang der 60iger Jahre durch die damalige LPG Typ 3 „Hammer und Sichel“ gebaut, die dann etwas später der LPG „August Bebel“ beigetreten ist.

Diese Silos wurden nicht sehr lange genutzt, da sie für die Großtechnik – welche zum Silieren eingestzt wurde – baulicherseits schnell zu klein waren.

Auf diesem Gelände sollen nun weitere Eigenheime entstehen, denn der Anfang mit einem neuen Eigenheim ist bereits im vorrigen Jahr gemacht worden.

Wir Fraßdorfer freuen uns, wenn das Dorf neue Einwohner bekommt und sagen gerne allen „NeuFraßdorfern“ ein herzliches Willkommen!

die Grundfläche für ein neues Eigenheim wird abgesteckt und eingeebnet
die Grundfläche wird hergerichtet
das kleine blaue Häuschen steht schon da….
es ist noch Platz für einige weitere neue Eigenheime
noch ein anderer Blick auf das Areal

Beitrag zur Geschichte von Fraßdorf

Mir liegt das Protokollbuch der Dorfschulzen und Bürgermeister über abgehaltene Sitzungen der gewählten Vertreter von 1870 bis 1937 in Abschrift vor. Das Original verwaltet unsere Dorfchronistin Roswitha Schulze.

Aus diesem Protokollbuch möchte ich in loser Folge kleine Berichte veröffentlichen. Leider waren unsere Altvorderen nicht sehr mitteilungsbedürftig (das Schreiben war sicher schwierig), so daß oft nur protokolliert wurde: „es wurden weitere Gemeindeangelegenheiten beraten.“

– aber welche?

Diese Niederschrift betrifft die Wahl eines Schulzen. Sie lautet: „Der Maschinist Ernst Müller ist zum Schulzen, der Kossat Gottlieb Schmidt zum 1. Schöppen, der Resterateur Friedrich Kreuzmann zum 2. Schöppen den 11. April 1870 bis 11.April 1876 von der Gemeinde ausgewählt und von Herzöglicher Kreisdirektion bestätigt worden.“

Dieser Schulze – Ernst Müller – schrieb dann darunter: „Zum Andenken an den Feldzug gegen Frankreich 1870-1871 wurde von der Gemeinde eine Friedenseiche gepflanzt an der Schmiede, demnach ist diese Eigentum der Gemeinde. Zur Nachricht für die Nachfolger von Müller.“

Diese Friedenseiche muß aber nicht sehr alt geworden sein, denn am 17. März 1904 steht protokolliert: „In der heute abend vorschriftsmäßig zusammenberufenen Gemeindeversammlung wurde beschlossen undzwar einstimmig, daß die alte Friedenseiche abgehauen wird und eine andere an einen anderen Platz gepflanzt werde, welcher Platz am Abend bei der Gemeindeversammlung von den Anwesenden Gemeindemitgiedern mit der Laterne angesehen wurde. Es soll statt einer Eiche eine Linde gepflanzt werden, die selbst soll ein Geländer erhalten, welches vom Schmiedemeister Höhne auf Kosten der Gemeinde angefertigt wird.“

Der Gemeindevorstand BOTH

Auch diese Linde ist nicht sehr alt geworden, denn im Protokoll vom 2. März 1910 steht geschrieben: „Auch soll eine neue Friedenslinde angekauft und gepflanz werden.“
Ob die vorherige Linde eingegangen ist oder ob eine weitere Linde gepflanzt wurde, ist nicht protokolliert.

Ich persönlich kann mich aus Kinderzeit an eine Linde hinter dem jetzigen Kriegerdenkmal auf dem Bäckerplatz erinnern.

23.03.2020
Kriegerdenkmal auf dem Bäckerplatz – heute von Sträuchern umgeben

Eventuell weiß jemand, wann diese Linde abgeholzt wurde und könnte darüber berichten?

Günther Fischer

Saubermachaktion in Fraßdorf

Fraßdorf putzt sich…

… so hieß es für 42 Fraßdorfer, die sich Samstag am 29. Februar 2020 schon frühmorgens um 09:30 Uhr am ehemaligen Fischteich in der Etzdorfer Trift einfanden.

(Noch vor Jahren wurde eine solche Aktion SUBBOTNIK – in einem besonderen Einsatz freiwillig und unentgeltlich geleistete Arbeit -genannt)

Ordentlich eingekleidet – denn das Wetter zeigte sich nicht von der besten Seite – zogen Klein und Groß, Jung und Alt mit Handwagen und Schubkarren ausgestattet zum Stellplatz.

Nach einer kurzen Einweisung durch unseren Ortsbürgermeister, Herrn Moritz, zogen die Gruppen zu ihren Einsatzorten. Es sollten die Randflächen der Straßen und Wege aus Richtung Quellendorf, Hinsdorf, Meilendorf und auch die Ortschaft selbst von arglos weggeworfenen, herrenlosen Müll befreit werden.

Jeder Teilnehmer hatte sich gut für diese Aktion vorbereitet. Aber welche Mengen und vor allem was da so  alles gefunden wurde, das hat dann doch unsere Vorstellungskraft weit übertroffen. Selbst der sonst hartgesottene und gestandene Feuerwehrmann Ronny Mölle berichtete, dass das Auffinden von benutzten Babywindelns auch ihn an die Ekelgrenze gebracht hat. Wir fanden Einwegverpackungen gängiger Fast-Food-Ketten, Kaffeebecher, Schnaps- und Bierflaschen, Autoreifen, Plastikeimer mit Farb- und Putzresten, Gummidichtungen und auch Bauschutt.

Nach getaner Arbeit gab es für alle eine kräftige Erbsensuppe mit Bockwurst und auch für Getränke war gesorgt.

An der Feuerstelle hatten sich kleine Gesprächsgruppen gebildet und auch für die Kleinen gab es viele Möglichkeiten zum Spielen in der Natur.

So fand der Aktionstag einen gemütlichen Ausklang in der Dorfgemeinschaft.

Es hat sich für alle gezeigt, jeder kann täglich mit kleinen Dingen für eine saubere Umwelt sorgen. Keiner muss achtlos Dinge, die er nicht mehr benötigt, aus dem Autofenster werfen. Zu Hauses steht bei jedem eine Mülltonne für die Entsorgung bereit!

Liebe Grüße aus dem hoffentlich lange sauber bleibenden Fraßdorf sendet

Detlef Stöhr

zuerst wird das Mittagsmahl angesetzt, damit nach getaner Arbeit niemand hungern muß…
Lagebesprechung – wie teilen sich die Sammeltrupps auf…. – welcher Trupp geht wo lang, um den Müll einzusammeln..
und schon ging´s los – zu Fuß……

…… oder mit Trecker, schön bequem zum Mitfahren
…eine ganze Menge Müll ist eingasammelt worden! FAZIT: Die Aktion hat sich gelohnt!!! Aber viel besser für die Umwelt wäre es, wenn keiner seinen Unrat auf Kosten Anderer entsorgen würde!!!

Knutfeuer 2020 in Fraßdorf

Knapp 50 Einwohner und Gäste folgten am 11. Januar 2020 wieder dem Aufruf von Dorfklub, Feuerwehr und Ortschaftsrat zum diesjährigem Knutfeuer in Fraßdorf.

Den seit vielen Jahren angebotenen Service des Einsammelns der Bäume durch die Freiwillige Feuerwehr und das nachfolgende gemeinsame Verbrennen der zwischenzeitlich abgeschmückten und entbehrlich gewordenen „Festtagsnadler“ nahmen viele Fraßdorfer wieder dankbar in Anspruch.

Nach knapp zwei Stunden war der größte Teil des Berges der eingesammelten Bäumen bereits abgetragen, verbrannt und quasi Geschichte.

Trotz Wind und Temperaturen um 5 Grad Celsius harrten viele Besucher wieder bis in die Abendstunden aus um einfach wieder einmal zum Jahresauftakt gemütlich miteinander zu plauschen und einen heißen Glühwein zu genießen.

Ein schöner Brauch den sich auch viele Besucher auch für den Jahresanfang des kommenden Jahres 2021 wünschen.

Unser Dank gilt der Firma Hiller-Wieser für die gastronomische Betreuung mit heißen Getränken und Speisen
und den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Fraßdorf für ihre Einsatzbereitschaft!

Als nächste Veranstaltungen sind bereits der „Erste Frühjahresputz in und um Fraßdorf“ im März 2020 und das traditionelle „Osterfeuer“ am 11. April 2020 in Planung.

Ralf Moritz

Ortsbürgermeister

Die sehr trockenen Weihnachtsbäume brannten wie Zunder…



Martinsfeuer in Fraßdorf – war auch 2019 wieder gut besucht

Das Martinsfeuer wird entzündet….

Noch am Vormittag des 16. November 2019 mussten wir mit Blick in Richtung des regengrauen Himmels befürchten, dass unser schon lange geplantes Traditionsfeuer im Gedenken an den heiligen Martin sprichwörtlich ins Wasser fällt.

Petrus war uns jedoch gnädig gewogen und verwandelte unser Dorf in den frühen Nachmittagsstunden in ein sonniges Dorf.

Obwohl die nach dem Brauch zu brechenden Brezeln in diesem Jahr etwas kleiner ausfielen und die Temperaturen gefühlt stündlich sanken, harrten um die 40 Fraßdorfer und Gäste mehrere Stunden bei Gesprächen am und um das Feuer aus und hielten sich mit heißen Getränken, wie Glühwein mit oder ohne Schuß warm. Auch heißer Tee oder Limos waren für Kinder und  für Antialkoholiker im Angebot. Und natürlich gab es auch etwas Essbares Dank der guten Organisation einiger einsatzfreudiger Fraßdorfer!!!

So war es für alle Besucher wieder einmal eine willkommene Abwechslung.

Einen besonderen Dank spreche ich hiermit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr für ihre vorbildliche Einsatzbereitschft aus! Sie sorgten bis in die späten Abendstunden für einen sicheren und kontrollierten Abbrand des Martinsfeuers – wie man auf dem Foto unten sehen kann.

Ralf Moritz
Ortsbürgermeister

Martinsfeuer zu fortgeschritteener Stunde…….. und es brennt und brennt und brennt……..


Die 2. Fraßdorfer Flurwanderung war wieder sehr informativ

die Feldküche ist schon startklar-Nudelsuppe soll es mittags geben

Über 40 Teilnehmer – manche auch mit dem Nachwuchs – folgten dem Aufruf und wanderten am 13.10.2019 bei der 2. Fraßdorfer Flurwanderung fast zwei Stunden lang bei schönem herbstlichen Sonnenschein durch die Feldflur nördlich von Fraßdorf.

Gestartet wurde die Wanderung gegen 09:30 Uhr in Fraßdorf am Dorfgemeinschaftshaus. Hier gab Herr Günther Fischer erste Informationen zum Ablauf und zitierte aus der Ortschronik von Fraßdorf. Es ging dann zum westlichen Eingang der ehemaligen „Domäne“ (heute Alte Siedlung) weiter. Hier begann neben dem Weg ehemals auch der „Gutsgarten“. Es wurde dann weiter über den Rüsterweg, vorbei am „Zehmigkfeld“, durch den Bereich „Hinter dem Gehöft“ zur ehemaligen „Schwemme“ und dann bis zum „Jesurfeld“ gewandert. Dann ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt Dorfgemeinschaftshaus.

Moderiert wurde die Flurwanderung wieder durch Herrn Fischer, der extra eine Flüstertüte organisiert hatte, damit ihn auch alle Mitwanderer hören konnten. Neben historischen Fakten gab Günther Fischer auch kleinere Anekdoten zum Besten, die durch den Oberjägermeister Otto Both mit Beiträgen aus dem jagdlichen Blickwinkel ergänzt wurden.

Wie schon im vorigen Jahr, fand die Wanderung wieder in einer gemütlichen Zusammenkunft zum Mittag ihren Abschluss.

Es konnten sich alle Wanderer mit einer deftigen Nudelsuppe stärken , welche vor Ort frisch von Mattias Weigt und freiwilligen Helfern gekocht wurde – und natürlich konnte sich auch jeder mit einem kühlen Bierchen oder mit alkoholfreien Getränken den Durst löschen.

Ich möchte mich im Namen aller Fraßdorfer und Gäste bei Allen für die Vorbereitung und Mitwirkung bei dieser einmal wieder sehr gut gelungenen Sonntagsveranstaltung bedanken.

Ralf Moritz
Ortsbürgermeister

[Als nächste Veranstaltung ist am 16.11.2019 ein Traditionsfeuer zum Fest des heiligen Martin auf dem Brennplatz hinter dem Friedhof geplant]




Unser Spielplatz hat ein neues Spielgerät erhalten

Danksagung an den Bauhof und KöBeG

Der Fraßdorfer Spielplatz ist um eine kleine Attraktion reicher geworden.

In den letzten Monaten machten sich viele Familien mit ihren Kindern auf den Weg zum Fraßdorfer Kinderspielplatz. Das hatte uns veranlasst zu erfragen, ob und auf welchem Weg es möglich ist für den Spielplatz weitere Spielgeräte zu beschaffen.

Nach einer kleinen Anfrage bei der Stadt Südliches Anhalt ergriff der Leiter des Bauhofes, Herr Volkmer, die Initiative und organisierte die Beschaffung einer funkelnagelneuen Kinderwippe. Hergestellt und aufgestellt wurde die Wippe durch Mitarbeiter der KöBeG – Beschäftigung und Arbeitsförderung in Köthen.

Es ist nicht zu übersehen – die Fraßdorfer Kinder und auch Gäste unseres Ortes nehmen das neue Spielgerät gerne an und haben viel Spaß dabei.

Unser herzlicher Dank gilt dem Bauhofleiterund den Mitarbeitern der KöBeGfür diese unkonventionelle und schnelle Hilfe.

Ralf Moritz

Ortsbürgermeister

MZ Köthen vom 14.12.2018 „Fraßdorfer Gutshaus im Adventkalender“

Einige Daten zur Domäne Fraßdorf
1545   
Jobst und Ludwig Heise zu Reinsdorf wurden mit der wüsten                                   Dorfstätte belehnt
1587   
Jobst Heise wurde belehnt mit dem "erbaueten frey Ritterdienstgut", das wahrscheinlich kurz vorher entstanden sein muß
1644
Im Frühjahr war Fraßdorf völlig zerstört und ohne Einwohner
1654
Messerstecherei zwischen Erdmann Christoph Heise, Junker zu Fraßdorf, und Hans Wilhelm von Zanthier, der am anderen Tag verstarb.
1681
Hartwig Lebrecht kauft von den Gebrüdern Johann Ernst und Christoph Friedrich Heise das Rittergut
1708
Fürst Leopold erwarb das Rittergut von Ch. Heinrich von Wülknitz, der es erst kurz vorher erworben hatte.
1714
Das Rittergut Zehmigkau wird von Fürst  Leopold gekauft und Fraßdorf angegliedert.
1761
ist das Vorwerk Etzdorf weggerissen worden

In Domänenbesitz bis 1800:       1.448 Morgen Acker
                                    232 Morgen Wiesen
                                    155 Morgen Gärten und Hutungen

1939
Aufsiedlung der Domäne an 11 Siedler

Das Domänenhaus ist heute im Besitz der Gemeinde