Der Friedhof von Fraßdorf

Wie früher üblich, wurden die Verstorbenen auf dem Gottesacker beerdigt. Der Gottesacker befand sich auf dem Standort der alten Kirchen.

Da Fraßdorf keine Kirche hatte, war der Gottesacker für die Fraßdorfer in Meilendorf. Wenn also jemand verstorben ist, wurde der Leichnam zu Hause 2 oder 3 Tage aufgebahrt und dann mit Pferd und Wagen nach Meilendorf zur Beerdigung gefahren.

So war meine Urgroßmutter – Friederike Gotthardt, gestorben am 27.01.1931  – die letzte  Fraßdorferin, die in Meilendorf beigesetzt wurde, bevor Fraßdorf über einen eigenen Friedhof verfügte.

Zum neuen Friedhof wurde in mehreren Gemeinderatssitzungen verhandelt. Hier ein Auszug aus dem Protokoll der Ratssitzung vom 19. Dezember 1930:

 „es ist schon längere Zeit der Wunsch laut geworden, in der Gemeinde selbst einen Friedhof anzulegen, da das Beerdigen der Verstorbenen und das spätere Pflegen der Gräber nach Meilendorf unbequem sei. Es wurde nun heute zum ersten mal der Gemeinde ein Lageplan über eine neue Friedhofsanlage vorgelegt, welche volle Zustimmung fand. Der Friedhof soll angelegt werden auf dem neu gekauften Acker von HOHMANN UND GÜNTHERS ERBEN am östlichen Ausgang des Dorfes Fraßdorf linksseits der Kreisstraße Fraßdorf-Meilendorf neben der alten Sandgruben. (heute Rodelberg und Brennplatz).
Nach längerer Verhandlung wurde die Anlage des Friedhofs auf dem vorerwähnten Platz einstimmig beschlossen und der Gemeindevorstand beantragte die  Genehmigung des anhaltischen Staatsministeriums durch die anhaltische Bezirksdirektion herbeizuführen.“

                              Fraßdorf, den 19.12.1931    Gotthardt, Gemeindevorstand

Auch in den Gemeinderatssitzungen vom 20.01.1931, 02.02.1931, 08.06.1931 und 14.12.1931 wurde über den neuen Friedhof beraten.

Dabei ging es um die Friedhofssatzung, die Umfriedung und die Bepflanzung.

Demnach wurde am 19. Dezember 1930 der Beschluß gefaßt, einen Friedhof anzulegen und die erste Beisetzung fand dann schon im Februar 1931 auf dem neuen Friedhof in Fraßdorf statt.

Es war die Beerdigung von Friedrich Reichardt, geb. 21.07.1844 – gest. 27.02.1931.

wie man sehen kann, haben die Jahre ihre Spuren hinterlassen

Da meine Urgroßmutter Friedericke Gotthardt (gest. 27.01.1931) aber vom  Meilendorfer Friedhof nach Fraßdorf umgebettet wurde, sieht es nach den Aufschriften der Grabsteine so aus, als wäre sie als erste auf dem neuen Friedhof beigesetzt worden. So nahm auch ich das lange Zeit an.

Aber über die Eröffnung des Friedhofs steht dazu im Anhalter Anzeiger vom 3. März 1931: „Mit der Errichtung des ersten Grabhügels auf dem Friedhof, der die sterblichen Überreste des Landwirts Friedrich Reichardt aus Fraßdorf barg, fand am Sonntag die Weihe statt. Pastor Waltsch aus Reupzig hielt die Trauerrede und übergab dem Ortsschulzen Gotthardt den neuerrichteten Friedhof. Unter reger Beteiligung der Gemeinde und unter Vorantritt des Kriegervereins Fraßdorf mit seiner Fahne wurde Fraßdorfs letzter Veteran zur Ruhe gebettet. Der verstorbene ehemalige Dorfschulze konnte noch im vorigenen Jahr mit seiner Frau, geb. Böttcher, das Fest der goldenen Hochzeit feiern.“                 

Es war uns deshalb immer ein großes Anliegen, daß dieses Grab der ersten Beisetzung auf unserem Friedhof erhalten bleibt!

Günther Fischer

Blick von der Trauerhalle aus linksseitig auf den Fraßdorfer Friedhof
Blick von der Trauerhalle aus rechtsseitig auf den Fraßdorfer Friedhof

Fraßdorf und die Kirche

Fraßdorf o.K. (o.K. bedeutet = ohne Kirche)

Bereits im März 2017 hatte Dr. Jan Brademann zu einem Vortrag über die Kirche in Meilendor eingeladen. Auch für die Fraßdorfer war dieser Vortrag sicherlich von großem Interesse.

Bevor ich aber darauf eingehe, möchte ich einige Fragen in den Raum stellen mit der Hoffnung, daß vielleicht jemand eine Antwort geben kann.

  1. Warum wurde 1717 in Meilendorf eine Kirche gebaut, obwohl Fraßdorf damals schon mehr Einwohner hatte als Meilendorf?
  2. Ist Meilendorf nie „wüst“ gefallen und hatte deshalb immer eine Kirche?
  3. Hatten die „wüsten“ Dörfer JESUAR oder ETZDORF eine Kirche?
  4. Warum gehörte Fraßdorf bis ca. 1650 zur Kirche Quellendorf und dann danach zu Meilendorf?

Es ist also noch viel zu recherchieren…

Zum Thema

Im Jahre 1587 wurde Jobst Heise zu Reinsdorf (bei Görzig) mit dem „erbautem frey Ritterdienstgut“ in Fraßdorf belehnt, welches wahrscheinlich kurz vorher entstanden sein muß. Mit dem Bau des Rittergutes sind sicherlich dann auch die Leute zur Bewirtschaftung des Gutes angesiedelt worden. Zu dieser Zeit gehörte Fraßdorf wahrscheinlich zur Kirche Quellendorf.

Das ist anzunehmen, da 1651 eine Überschrift im Kirchenbuch von Meilendorf lautet: „Meilendorfer Taufregister, wozu auch Fraßdorf (oft Fraßdruff) von Altersher“ geschrieben steht.

Da Fraßdorf im Frühsommer des Jahres 1644 völlig zerstört und ohne Einwohner war, wurden dann wohl die neu angesiedelten Leute der Kirche Meilendorf zugeordnet.

Wer also nach seinen Vorfahren recherchiert, muß bis ca. 1650 im Quellendorfer Kirchenbuch suchen!

Ob das so ist, weiß ich auch nicht so genau.

Im Jahr 1761 wurde ein neues Lehnbuch für das Amt Fraßdorf angelegt. Darin sind die Fraßdorfer Untertanen namentlich genannt und ihre Belastungen festgelegt worden. Ein vermutlicher Vorfahre meiner Familie – Christoph Gotthardt – besitzt 6 Morgen Acker, Erbzins Martini 4 Taler und gibt die Sterbefälle 17 Groschen zur Lehnware. Er gibt dem Pfarrer zu Quellendorf 1 Groschen 6 Pfennige und 1 Metze Roggen und dem Schulmeister daselbst 2 Pfennige und ½ Metzte Roggen.

Damit stellt sich die Frage: wenn nun Fraßdorf seit 1651 zur Kirche Meilendorf gehört, warum dann 1761 der Pfarrer von Quellendorf von den Fraßdorfern Abgaben erhält?

Was weiß man über die Kirche von Meilendorf?

Eine Kirchenvisitation von 1534 (Reinhold Specht) schreibt folgendes:

„Pfarrgüter : 3 Hufen, Zinsen 22 Schl. (Scheffel) Korn, – 22 Schl. Zinsen 22 Gr.
-1 eiserne Kuh, zinst 1 Pfd Wachs – Können sich keinen eigenen Pfarrer und Küster halten, sondern geben dem Pfarrer zu Quellendorf jährlich 25 Gr. 9 Schl. Korn. Offertorium, 2 Neujahrsumgänge für die Verwaltung ihrer Pfarre.
Vorhegen die Custerey selb, süngen, was sie konnen.

  • Kirchengerät und Barschaft:
    1 grünes Ornat mit Requisiten
    1 altes purpurnes Ornat
    1 Meßbuch; 1 Agenda
    1 silb. Pacificale
    5 Schock bar Geld.
  • Aus der Kirche sind vor Jahresfrist 31 Fl. und ein Kelch gestohlen:“ (fast wie heute)

Weiter steht im „anhaltischen Land- und Amtsregister des 16. Jh. S. 141 f.
„1547 Der Pfarre zugehoer:
Es hat eine uf Clein Körnitzker Marke, die wirk(t) Peter Schadewald zu Zubeck, pachtet 10 Schl. an Hafer und rocken.
Item (ebenso) es hat 23 eiserne Schaf, zinset jährlich 23 gr.
Item 1 eisern Kuh, zinset 2 ½  gr.
Item 28 schl. Getreide an Hafer und rocken jerlich zins aus Meilendorf“

Es ist anzunehmen, das Fraßdorf doch zur Kirche Meilendorf gehörte, aber der Quellendorfer Pfarrer aushelfen mußte.

Wie es aber um die Bereitschaft in die Kirche zu gehen bestellt war, zeigt folgender Brief des Reupziger Pfarrers Ernst Reinschmidt (zuständig für Meilendorf) an den Superintendenten in Dessau von 1676:

„Wol Ehrwürdiger, Andächtiger und Hochgeahrter Superintendent pp
weil meine kranken fuße von geschwulsten und hitzigen blattern mir noch fast tag und nacht große schmertzen machen, so daß ich um die 6. bis 7. wochen keine Schuhe habe können anziehen, und daher solches nicht allein unterdessen meinen HochgeEhrten Herrn Superintendenten, sondern auch den Herrn Secretarium, in Abwesenheit des Herrn Cantzlers berichtet und gebeten, daß das nun vor 2 Jahren abgefaßte decretum an die Meilendorffischen Anspänner ausgefertiget, und ihnen mit ansehnlicher bedrohung anbefohlen werden möchte, damit sie  mich mit fuhre bey diesen beschwerlichen zustande abholen sollen, so ist doch bis dato nichts erfolget, haben auch geantwortet: sie hätten keinen befehl bekommen, und ob sie gleich denselben bekommen würden, wollten sie es doch allein nicht thun, wo nicht die von Adel, als Juncker Heise zu Fraßdorff und Juncker Schammer Pächtinhaber zu Zehmig ihre fuhren ihnen verrichten wurden.“

Das sagt uns, daß die Leute doch nicht so gottesfürchtig waren und froh waren, wenn der Pastor nicht kam. Auch Junker Heise aus Fraßdorf war da nicht besser, obwohl er sicherlich Pferde und Kutsche zur Verfügung hatte.

Sie müssen sich vorstellen, wie die Zeit um 1676 war. Man mußte zu Fuß nach Meilendorf. Feste Straßen gab es nicht. Pferde hatte nicht jeder. Und dann wurde auch noch Kollekte eingesammelt. Da ist man lieber einmal nicht in die Kirche gegangen.

Über die Kirche von Meilendorf, die auch die Fraßdorfer ist, möchte ich in einem weiteren Aufsatz berichten.

In Fraßdorf tut sich was – es wird wieder gebaut


Zusatz vom 23.März 2020Eine Aufnahme des Baugeschehens

23.03.2020
man kann sehen, das es vorangeht – der Rohbau ist fast fertig

29.01.2020 – Für Bautätigkeiten ist z. Z. das Wetter günstig, so daß die Firma „Bau Baer“ dabei ist die alten Silos zwischen Schulze und Venediger abzureißen. Diese Silos wurden Anfang der 60iger Jahre durch die damalige LPG Typ 3 „Hammer und Sichel“ gebaut, die dann etwas später der LPG „August Bebel“ beigetreten ist.

Diese Silos wurden nicht sehr lange genutzt, da sie für die Großtechnik – welche zum Silieren eingestzt wurde – baulicherseits schnell zu klein waren.

Auf diesem Gelände sollen nun weitere Eigenheime entstehen, denn der Anfang mit einem neuen Eigenheim ist bereits im vorrigen Jahr gemacht worden.

Wir Fraßdorfer freuen uns, wenn das Dorf neue Einwohner bekommt und sagen gerne allen „NeuFraßdorfern“ ein herzliches Willkommen!

die Grundfläche für ein neues Eigenheim wird abgesteckt und eingeebnet
die Grundfläche wird hergerichtet
das kleine blaue Häuschen steht schon da….
es ist noch Platz für einige weitere neue Eigenheime
noch ein anderer Blick auf das Areal

Beitrag zur Geschichte von Fraßdorf

Mir liegt das Protokollbuch der Dorfschulzen und Bürgermeister über abgehaltene Sitzungen der gewählten Vertreter von 1870 bis 1937 in Abschrift vor. Das Original verwaltet unsere Dorfchronistin Roswitha Schulze.

Aus diesem Protokollbuch möchte ich in loser Folge kleine Berichte veröffentlichen. Leider waren unsere Altvorderen nicht sehr mitteilungsbedürftig (das Schreiben war sicher schwierig), so daß oft nur protokolliert wurde: „es wurden weitere Gemeindeangelegenheiten beraten.“

– aber welche?

Diese Niederschrift betrifft die Wahl eines Schulzen. Sie lautet: „Der Maschinist Ernst Müller ist zum Schulzen, der Kossat Gottlieb Schmidt zum 1. Schöppen, der Resterateur Friedrich Kreuzmann zum 2. Schöppen den 11. April 1870 bis 11.April 1876 von der Gemeinde ausgewählt und von Herzöglicher Kreisdirektion bestätigt worden.“

Dieser Schulze – Ernst Müller – schrieb dann darunter: „Zum Andenken an den Feldzug gegen Frankreich 1870-1871 wurde von der Gemeinde eine Friedenseiche gepflanzt an der Schmiede, demnach ist diese Eigentum der Gemeinde. Zur Nachricht für die Nachfolger von Müller.“

Diese Friedenseiche muß aber nicht sehr alt geworden sein, denn am 17. März 1904 steht protokolliert: „In der heute abend vorschriftsmäßig zusammenberufenen Gemeindeversammlung wurde beschlossen undzwar einstimmig, daß die alte Friedenseiche abgehauen wird und eine andere an einen anderen Platz gepflanzt werde, welcher Platz am Abend bei der Gemeindeversammlung von den Anwesenden Gemeindemitgiedern mit der Laterne angesehen wurde. Es soll statt einer Eiche eine Linde gepflanzt werden, die selbst soll ein Geländer erhalten, welches vom Schmiedemeister Höhne auf Kosten der Gemeinde angefertigt wird.“

Der Gemeindevorstand BOTH

Auch diese Linde ist nicht sehr alt geworden, denn im Protokoll vom 2. März 1910 steht geschrieben: „Auch soll eine neue Friedenslinde angekauft und gepflanz werden.“
Ob die vorherige Linde eingegangen ist oder ob eine weitere Linde gepflanzt wurde, ist nicht protokolliert.

Ich persönlich kann mich aus Kinderzeit an eine Linde hinter dem jetzigen Kriegerdenkmal auf dem Bäckerplatz erinnern.

23.03.2020
Kriegerdenkmal auf dem Bäckerplatz – heute von Sträuchern umgeben

Eventuell weiß jemand, wann diese Linde abgeholzt wurde und könnte darüber berichten?

Günther Fischer

Saubermachaktion in Fraßdorf

Fraßdorf putzt sich…

… so hieß es für 42 Fraßdorfer, die sich Samstag am 29. Februar 2020 schon frühmorgens um 09:30 Uhr am ehemaligen Fischteich in der Etzdorfer Trift einfanden.

(Noch vor Jahren wurde eine solche Aktion SUBBOTNIK – in einem besonderen Einsatz freiwillig und unentgeltlich geleistete Arbeit -genannt)

Ordentlich eingekleidet – denn das Wetter zeigte sich nicht von der besten Seite – zogen Klein und Groß, Jung und Alt mit Handwagen und Schubkarren ausgestattet zum Stellplatz.

Nach einer kurzen Einweisung durch unseren Ortsbürgermeister, Herrn Moritz, zogen die Gruppen zu ihren Einsatzorten. Es sollten die Randflächen der Straßen und Wege aus Richtung Quellendorf, Hinsdorf, Meilendorf und auch die Ortschaft selbst von arglos weggeworfenen, herrenlosen Müll befreit werden.

Jeder Teilnehmer hatte sich gut für diese Aktion vorbereitet. Aber welche Mengen und vor allem was da so  alles gefunden wurde, das hat dann doch unsere Vorstellungskraft weit übertroffen. Selbst der sonst hartgesottene und gestandene Feuerwehrmann Ronny Mölle berichtete, dass das Auffinden von benutzten Babywindelns auch ihn an die Ekelgrenze gebracht hat. Wir fanden Einwegverpackungen gängiger Fast-Food-Ketten, Kaffeebecher, Schnaps- und Bierflaschen, Autoreifen, Plastikeimer mit Farb- und Putzresten, Gummidichtungen und auch Bauschutt.

Nach getaner Arbeit gab es für alle eine kräftige Erbsensuppe mit Bockwurst und auch für Getränke war gesorgt.

An der Feuerstelle hatten sich kleine Gesprächsgruppen gebildet und auch für die Kleinen gab es viele Möglichkeiten zum Spielen in der Natur.

So fand der Aktionstag einen gemütlichen Ausklang in der Dorfgemeinschaft.

Es hat sich für alle gezeigt, jeder kann täglich mit kleinen Dingen für eine saubere Umwelt sorgen. Keiner muss achtlos Dinge, die er nicht mehr benötigt, aus dem Autofenster werfen. Zu Hauses steht bei jedem eine Mülltonne für die Entsorgung bereit!

Liebe Grüße aus dem hoffentlich lange sauber bleibenden Fraßdorf sendet

Detlef Stöhr

zuerst wird das Mittagsmahl angesetzt, damit nach getaner Arbeit niemand hungern muß…
Lagebesprechung – wie teilen sich die Sammeltrupps auf…. – welcher Trupp geht wo lang, um den Müll einzusammeln..
und schon ging´s los – zu Fuß……

…… oder mit Trecker, schön bequem zum Mitfahren
…eine ganze Menge Müll ist eingasammelt worden! FAZIT: Die Aktion hat sich gelohnt!!! Aber viel besser für die Umwelt wäre es, wenn keiner seinen Unrat auf Kosten Anderer entsorgen würde!!!

Knutfeuer 2020 in Fraßdorf

Knapp 50 Einwohner und Gäste folgten am 11. Januar 2020 wieder dem Aufruf von Dorfklub, Feuerwehr und Ortschaftsrat zum diesjährigem Knutfeuer in Fraßdorf.

Den seit vielen Jahren angebotenen Service des Einsammelns der Bäume durch die Freiwillige Feuerwehr und das nachfolgende gemeinsame Verbrennen der zwischenzeitlich abgeschmückten und entbehrlich gewordenen „Festtagsnadler“ nahmen viele Fraßdorfer wieder dankbar in Anspruch.

Nach knapp zwei Stunden war der größte Teil des Berges der eingesammelten Bäumen bereits abgetragen, verbrannt und quasi Geschichte.

Trotz Wind und Temperaturen um 5 Grad Celsius harrten viele Besucher wieder bis in die Abendstunden aus um einfach wieder einmal zum Jahresauftakt gemütlich miteinander zu plauschen und einen heißen Glühwein zu genießen.

Ein schöner Brauch den sich auch viele Besucher auch für den Jahresanfang des kommenden Jahres 2021 wünschen.

Unser Dank gilt der Firma Hiller-Wieser für die gastronomische Betreuung mit heißen Getränken und Speisen
und den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Fraßdorf für ihre Einsatzbereitschaft!

Als nächste Veranstaltungen sind bereits der „Erste Frühjahresputz in und um Fraßdorf“ im März 2020 und das traditionelle „Osterfeuer“ am 11. April 2020 in Planung.

Ralf Moritz

Ortsbürgermeister

Die sehr trockenen Weihnachtsbäume brannten wie Zunder…



Martinsfeuer in Fraßdorf – war auch 2019 wieder gut besucht

Das Martinsfeuer wird entzündet….

Noch am Vormittag des 16. November 2019 mussten wir mit Blick in Richtung des regengrauen Himmels befürchten, dass unser schon lange geplantes Traditionsfeuer im Gedenken an den heiligen Martin sprichwörtlich ins Wasser fällt.

Petrus war uns jedoch gnädig gewogen und verwandelte unser Dorf in den frühen Nachmittagsstunden in ein sonniges Dorf.

Obwohl die nach dem Brauch zu brechenden Brezeln in diesem Jahr etwas kleiner ausfielen und die Temperaturen gefühlt stündlich sanken, harrten um die 40 Fraßdorfer und Gäste mehrere Stunden bei Gesprächen am und um das Feuer aus und hielten sich mit heißen Getränken, wie Glühwein mit oder ohne Schuß warm. Auch heißer Tee oder Limos waren für Kinder und  für Antialkoholiker im Angebot. Und natürlich gab es auch etwas Essbares Dank der guten Organisation einiger einsatzfreudiger Fraßdorfer!!!

So war es für alle Besucher wieder einmal eine willkommene Abwechslung.

Einen besonderen Dank spreche ich hiermit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr für ihre vorbildliche Einsatzbereitschft aus! Sie sorgten bis in die späten Abendstunden für einen sicheren und kontrollierten Abbrand des Martinsfeuers – wie man auf dem Foto unten sehen kann.

Ralf Moritz
Ortsbürgermeister

Martinsfeuer zu fortgeschritteener Stunde…….. und es brennt und brennt und brennt……..


Die 2. Fraßdorfer Flurwanderung war wieder sehr informativ

die Feldküche ist schon startklar-Nudelsuppe soll es mittags geben

Über 40 Teilnehmer – manche auch mit dem Nachwuchs – folgten dem Aufruf und wanderten am 13.10.2019 bei der 2. Fraßdorfer Flurwanderung fast zwei Stunden lang bei schönem herbstlichen Sonnenschein durch die Feldflur nördlich von Fraßdorf.

Gestartet wurde die Wanderung gegen 09:30 Uhr in Fraßdorf am Dorfgemeinschaftshaus. Hier gab Herr Günther Fischer erste Informationen zum Ablauf und zitierte aus der Ortschronik von Fraßdorf. Es ging dann zum westlichen Eingang der ehemaligen „Domäne“ (heute Alte Siedlung) weiter. Hier begann neben dem Weg ehemals auch der „Gutsgarten“. Es wurde dann weiter über den Rüsterweg, vorbei am „Zehmigkfeld“, durch den Bereich „Hinter dem Gehöft“ zur ehemaligen „Schwemme“ und dann bis zum „Jesurfeld“ gewandert. Dann ging es wieder zurück zum Ausgangspunkt Dorfgemeinschaftshaus.

Moderiert wurde die Flurwanderung wieder durch Herrn Fischer, der extra eine Flüstertüte organisiert hatte, damit ihn auch alle Mitwanderer hören konnten. Neben historischen Fakten gab Günther Fischer auch kleinere Anekdoten zum Besten, die durch den Oberjägermeister Otto Both mit Beiträgen aus dem jagdlichen Blickwinkel ergänzt wurden.

Wie schon im vorigen Jahr, fand die Wanderung wieder in einer gemütlichen Zusammenkunft zum Mittag ihren Abschluss.

Es konnten sich alle Wanderer mit einer deftigen Nudelsuppe stärken , welche vor Ort frisch von Mattias Weigt und freiwilligen Helfern gekocht wurde – und natürlich konnte sich auch jeder mit einem kühlen Bierchen oder mit alkoholfreien Getränken den Durst löschen.

Ich möchte mich im Namen aller Fraßdorfer und Gäste bei Allen für die Vorbereitung und Mitwirkung bei dieser einmal wieder sehr gut gelungenen Sonntagsveranstaltung bedanken.

Ralf Moritz
Ortsbürgermeister

[Als nächste Veranstaltung ist am 16.11.2019 ein Traditionsfeuer zum Fest des heiligen Martin auf dem Brennplatz hinter dem Friedhof geplant]




1. Sommer- und Familienfest in Fraßdorf wurde erfolgreich gefeiert

zur fortgeschrittenen Stunde wurde auch fleißig getanzt…

Mit einer Bastelstrecke, Kinderschminken und lustigen Kinderspielen begann am letzten Augustwochenende das 1. Fraßdorfer Sommer und Familienfest.

Auf mehrheitlichen Beschluss wurde erstmalig das Dorfgemeinschaftshaus und der anliegende Innenhof als Veranstaltungsort genutzt.

Viele fleißige Helfer sorgten zuvor für den Aufbau des Festplatzes und die Einrichtung und liebevolle Gestaltung des Saales, welcher vorsorglich für eine Schlechtwettervariante vorbereitet wurde.

Wehrleiter Matthias Weigt hatte zum Termin auch noch das Feuerwehrfahrzeug vorgefahren und so konnten viele Kinder die Freiwillige Feuerwehr zum Anfassen erleben.

Ein durch Spenden vieler Fraßdorfer bereitgestelltes üppiges Angebot an Torten und Kuchen sorgte bei einem gemütlichen Kaffeenachmittag für gute Stimmung.

Nachdem sich später alle mit Steaks, Bratwürsten und zahlreiche gesponserten Salaten gestärkt hatten ging es zum Tanz in die vermeintlich letzte laue Sommernacht des Jahres 2019.

Ich möchte mich auf diesem Wege bei allen Aktivisten für Ihre Mitwirkung bedanken und verbinde meinen Dank mit der Hoffnung das uns im Jahr 2020 ein „Sommer- und Familienfest 2.0“ gelingen möge und sich vielleicht noch weitere Einwohner unseres Dorfes daran beteiligen.

Ihr

Ralf Moritz

Ortsbürgermeiste

Fraßdorfer wollen ein „Sommerfest“ (in Familie) feiern

An die Einwohner von Fraßdorf! 

            Sommer- und Familienfest

am 31. August 2019; ab 14:30 Uhr in Fraßdorf [Dorfgemeinschaftshaus]

Hiermit laden wir alle Fraßdorfer Einwohner recht herzlich zum „Ersten Fraßdorfer Sommer- und Familienfest“ ein.

Programmablauf:

     14:30 Uhr Eröffnung

                              ab 14.35 Uhr Beginn der Kinderspiele

                              ab 15:00 Uhr Kaffeetafel mit selbstgebackenem Kuchen

                              ab 17:00 Uhr Grillabend

                             ab 19:00 Uhr Tanz für Jung und Alt mit DJ Mario

Für das leibliche Wohl wird gesorgt.

Es wird gebeten ausreichend Kleingeld und vor allem gute Laune mitzubringen!

Im Namen des Festkomitees

Ralf Moritz
Ortsbürgermeister

Weitere organisatorische Hinweise:

  • Geben Sie bitte Ihre gesponserten und nach Möglichkeit schon aufgeschnittenen Kuchen am 31.08.2019 bis 14:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus ab.
  • Kennzeichnen Sie bitte die Behältnisse o. Kuchenplatten mit Ihrem Namen.
  • Ihre selbstgefertigten Salate geben Sie bitte bis 17:00 Uhr ab.